Leibniz-Ring-Hannover 2003

Die Grundidee zur Gestaltung des Ringes für den zu Ehrenden Dr. Hans Blix entstand bei der Erkundung meiner neuen Wahlheimat Hannover. Dabei stieß ich auf zwei herausragende hannoversche Persönlichkeiten: den Universalgelehrten, Berater und Diplomaten Gottfried Wilhelm Leibniz und den Künstler Kurt Schwitters. Beide weisen Eigenschaften auf, die mit der Persönlichkeit von Dr. Hans Blix in Einklang stehen und den Charakter des Ringes prägen sollten.

Das Schriftband in der Ringschiene "Theoria cum Praxi" war das Leitmotiv für die vielfältigen Tätigkeiten von Leibniz, die Theorie immer im Praxisbezug zu sehen.

Leibniz nahm unter anderem als Hofrat Einfluss auf das Geschehen seiner Epoche. Der führende Adel bediente sich seiner umfangreichen Kontakte und Verbindungen in alle Welt. Dieser Praxisbezug in Richtung "Weltpolitik" ist auch im politischen Wirken von Dr. Hans Blix als schwedischer Außenminister, Leiter der IAEA oder Chefinspekteur der UN-Waffenkontrollkommission erkennbar. Das positiv zu verstehende "Fäden ziehen" hat seine formale Umsetzung in gespannten Platindrähten im Ringkopf gefunden.

Am seitlichen Rand des Ringkopfes ist das Schriftband "Man kann ju aldrig veta" eingraviert. Der in das Schwedische "Man kann ja nie wissen" findet sich als Inschrift an Kurt Schwitters letzter Ruhestätte auf

Wettbewerbsbeitrag zum Leibniz-Ring-Hannover 2003